Störungen des Natrium- und Chlorid-Haushaltes zurPrognoseabschätzung von stabilen und kritisch-kranken Patienten mitZirrhose–mehr als nur zwei Seiten einer Medaille
作者:G Semmler, Bernhard Scheiner, R Paternostro, Benedikt Simbrunner, Lorenz Balcar, Matthias Pinter, Michael Trauner, Mattias Mandorfer, Christian Zauner, Thomas Reiberger, GC Funk · 发表于:Zeitschrift für Gastroenterologie · 年份:2022 · DOI:10.1055/s-0042-1755796 · 研究领域:Electrolyte and hormonal disorders、Renal function and acid-base balance、Potassium and Related Disorders
Hintergrund Störungen der Serumelektrolyte Natrium+Chlorid finden sich häufig bei PatientInnen mit Zirrhose. Während die Hyponatriämie aufgrund ihrer prognostischen Bedeutung bereits Berücksichtigung in der aktuellen UNOS-MELD-Formel gefunden hat, sind Veränderungen des Serum-Chlorids bei Zirrhose bisher deutlich weniger erforscht worden. Ziel dieser Studie war daher zu untersuchen, ob Natrium und Chlorid mit hepatischer Dekompensation und (leber-assoziierter) Mortalität assoziiert sind. Methodik Kohorte-I : 891 stabile PatientInnen mit Zirrhose, die zwischen 2003-2020 am AKH Wien behandelt wurden. Kohorte-II : 181 kritisch-kranke Zirrhose-PatientInnen, welche zwischen 2004-2007 an einer Intensivstation des AKH Wien behandelt wurden. Hypo-/Hypernatriämie(Normalwert: 136-145mmol/L) und Hypo-/Hyperchlorämie(Normalwert: 98-107mmol/L) wurden in Bezug zu hepatischer Dekompensation und Mortalität gesetzt. Resultate Kohorte-I : 68% männliche Patienten mit medianem UNOS-MELD von 11(9-17) wurden inkludiert (Child-Pugh-Stadien-A/B/C: 46%/38%/16%). Natrium und Chlorid waren direkt miteinander korreliert (Pearson’s r=0.63, p<0.001). Hypo-/Hypernatriämie lagen in 29%/0% vor, Hypo-/Hyperchlorämie in 15%/9%. Während eines medianen Beobachtungszeitraums von 59.9 Monaten entwickelten 445 PatientInnen(50%) eine hepatische Dekompensation oder starben in Folge der Lebererkrankung. Chlorid zeigte eine lineare Assoziation mit hepatischer Dekompensation/leber-assoziiertem Tod in einem multivariable...