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Hauptgruppenelementanaloga von Carbenen, Olefinen und kleinen Ringen

作者:Matthias Drieß, Hansjörg Grützmacher · 发表于:Angewandte Chemie · 年份:1996 · DOI:10.1002/ange.19961080805 · 被引用次数:130 · 研究领域:Synthesis and characterization of novel inorganic/organometallic compounds、Organometallic Complex Synthesis and Catalysis、Ferrocene Chemistry and Applications

Abstract Lange galten Methylen (:CH2), Ethylen (H2C=CH2) und Cyclopropan [(CH2)3] als Verbindungen, deren höhere Homologe oder Analoga nicht synthetisiert werden können. Eine Konsequenz der experimentellen Mißerfolge war zum Beispiel die immer noch häufig angeführte, vor mehr als zwanzig Jahren aufgestellte Doppelbindungsregel, die zwar Verbindungen mit Mehrfachbindungen nicht ihre Existenz abspricht, diese aber als kinetisch instabil ausweist. Diese Auslegung der Doppelbindungsregel ist lange überholt, und die verbesserten experimentellen und quantenchemischen Methoden erlauben nun die Herstellung bzw. die Charakterisierung von Methylen‐, Ethylen‐ und Cyclopropan‐analogen Hauptgruppenelementverbindungen, die bei Raumtemperatur in Lösung und im Festkörper stabil sind. Im vorliegenden Aufsatz werden aktuelle Entwicklungen bei der Synthese dieser Verbindungen geschildert und die Konzepte skizziert, die durch systematische Studien entwickelt werden konnten. Dabei wird auf eine detaillierte Beschreibung der komplexen Reaktivität der einzelnen Verbindungsklassen verzichtet und versucht, grundlegende Prinzipien herauszuheben. Mit diesen lassen sich Strukturen, Reaktivitäten und Eigenschaften zumindest grob vorhersagen. Und in diesen unterscheiden sich formel‐ und sogar strukturanaloge Verbindungen mit Elementen aus den höheren Perioden deutlich von denen ihrer leichteren Homologen. Während zum Beispiel jeder Chemiker mit der planaren, D2h ‐symmetrischen Struktur von H2C=CH2 als ein...